Die Kleinstadt: Bürgertum (Philister) contra Außenseiter (Charakterisierung)

Bürgertum:

Hermann Hesse beschreibt das Bürgertum, welches er als „Philister“ bezeichnet bereits auf den ersten beiden Seiten sehr ausführlich. Er bezeichnet die Philister als geldgierige Personen die alle in kleinen Häusern mit Gärten wohnen, ihr Familiengrab am öffentlichen Friedhof haben, sehr traditionsbewusst und bodenständig sind. Auch schimpfen sie über andere, die nicht in dieses „Weltbild“ passt. Auch sagt Hesse diesem „Stand“ einen großen Respekt vor Gott, verbunden mit einer seltsamen Beziehung zur Kirche. Dies spiegelt sich darin wieder, dass die Philister das, was die Kirche sagt nicht sonderlich ernst nehmen, obwohl sie diese hin und wieder oder auch regelmäßig besuchen. Ein großes Anliegen für einen Philister ist es, stolz auf die Kinder sein zu können, welche eine sichere Zukunft haben sollen. Vermutlich geht es hierbei darum die Stellung in der Gesellschaft und so den eigenen Ruf erhalten zu können.

Außenseiter:

Für den jungen Hans ist Bildung etwas wichtiges, mit dem er sich von den anderen Schülern abhebt. Er kann Griechisch und Latein. Auf anregen des Pfarrers übersetzt er mit diesem das Lukasevangelium Wort für Wort. Auch sonst mach er sich keine Mühe seinen Wissensdurst zu verbergen. Kontakt zu gleichaltrigen hat er nicht, er geht Angeln und spazieren und hat häufig Kopfweh. Wenn er sich unterhält dann mit erwachsenen, seinen Vater, der Rektor, der Pfarrer und der Schuster sind seine einzigen häufigeren Gesprächspartner, da sein einziger gleichaltriger Freund eine Lehre angetreten hat, und nun genauso wenig Zeit hat wie er selbst. Sein Erfolg hat Hans auch eine gewisse Arroganz gegenüber gleichaltrigen gebracht, welche noch in der Schule sind während er bereits Ferien hat. Er glaubt daher etwas "Besseres" als die übrigen Schüler zu sein. Er versucht erst gar nicht mit ihnen zu reden, hört sich ihre Bewunderung und ihren Spott kommentarlos an und freut sich, was ein arrogantes Verhalten darstellt. Seine Hobbys, das Angeln und das Baden kann er alleine betreiben, was ihm ebenfalls zum Außenseiter macht. Beim Angeln muss man sich konzentrieren und sollte schweigen, da andernfalls man mit leeren Händen zurückkommt. Hans spricht beides sehr zu, was ihn zu einem erfolgreichen Angler macht.

Fazit:

Im Endeffekt ist Hans nicht gerade das was, was man sich (damals) als Bürgerlich vorstellte. Hans versucht dem allem zu entkommen, da ihm Bildung wichtiger ist als „Tradition“. Alles in allem stellt er gerade wegen seiner Intelligenz einen Außenseiter da.

2.6.08 09:27

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