Beschreibe Hans Giebenraths Entwicklung in Maulbronn als Prozess von Selbstfindung und Selbstentfrem

Bei seiner Ankunft im Kloster Maulbronn ist Giebenrath noch der zurückhaltende Jugendliche, der er auch in seinem Heimatort war. Obwohl sich bereits nach den ersten Tagen alle in der Stube „Hellas“, in der Hans untergebracht ist kennen, so findet er dennoch keinen Freund und lernt wie bisher daheim.

Erst im Oktober lernt er einen Freund, den Dichter Hermann Heilner, kennen. Heilner ist ein Extrem gegenüber dem jungen Giebenrath, da er die Schule für nicht so wichtig hält und nur so nebenher macht. Das Zusammensein mit Heilner bringt Hans dazu über sein bisheriges Lernverhalten nachzudenken, ändern tut er dieses aber trotzdem nicht. Auch ist er an manchen Punkten entsetzt über seinen Freund, als dieser ihm den entliehen Atlas zurückbringt und dieser Verschmiert ist.

Nachdem die Freundschaft der beiden zerbricht lernt Hans ein neues Gefühl kennen: Schuld, die aufkommt, weil er seinen Freund im Stich gelassen hat. Als sich die beiden wieder vertragen, hat Hans sich verändert. Er ist wärmer, schwärmerischer und zärtlicher geworden. Das diese Gefühle für ihn unbekannt waren steht sehr wahrscheinlich mit dem frühen Tod der Mutter in Verbindung.

Nach und nach verändert sich dann auch die Einstellung von Hans zum Lernen. Immer mehr verliert er die Freude am lernen. Einst strebte er den Primus an, doch zum Ende des vierten Kapitels hat er die Freude am Kloster Maulbronn endgültig verloren.

6.6.08 22:50

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